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Dienstag, 20. August 2013

[Kurzrezension #6] Das erste Mal von Michael Modler

Kurzinformationen


Titel: Diary on Tour - Das erste Mal
Autor: Michael Modler
Seiten: 29 (eBook)
Preis: 0,99€







Meine Meinung


Als ich die Einladung auf eine kostenlose "Taxifahrt" erhielt, war ich zuerst mehr als skeptisch. Aus zwei einfachen Gründen: Mein SuB ist dabei, mir über den Kopf zu wachsen, dank Leseflaute des Todes und es entsprach nicht ganz meinem Genre, das ich gerne lese. Allerdings ließ ich mich dann doch von der geringen Seitenzahl überzeugen und so fand sich das eBook gestern in meinem Postfach. 

Schon auf den ersten Seiten war ich im positiven Sinne geschockt. Da findet doch nicht wirklich das eigene Heimatkaff Erwähnung? Doch! 
Von da an gab es beim Lesen kein Halten mehr und jetzt, nach Beendigung dieser doch sehr schönen Taxifahrt kann ich nur sagen, dass ich überglücklich bin, daran teilgenommen zu haben.
Der Schreibstil ist wunderbar locker und kommt mir von Zeit zu Zeit wirklich vor, wie ein ausführlicher Tagebucheintrag.
Diary ist dazu auch noch eine wunderbar sympathische Protagonistin, die selbst auf diesen wenigen Seiten schon soviele Facetten bekommen hat, wie es manchmal noch nicht einmal in einem großen Roman zustande gebracht wird. Sie hat diese taffe Seite, mit der sie sich scheinbar tagtäglich durch ihre Schreibblockade quält, aber andererseits gerät sie in Panik, als sie mit Johann im Taxi auf der Autobahn in Richtung Aachen ist.
Beide Charaktere, Diary und Johann, verbindet wohl eine gewisse Tragik, die mich, die Leserin in dem Moment, ab der Hälfte ungefähr nur so durch die Zeilen rasen ließen.
 "Wir waren nicht die Menschen, die sich auf Zuhause freuten. Vielleicht waren wir sogar die, die insgeheim darauf hofften, nie anzukommen." (Position 319)
Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Johanns Frau weiterging und wie es dazu gekommen ist, dass er mit dem Taxi seines besten Freundes durch die etwas zwielichtigeren Viertel Kölns fuhr.
Es hat mich beinahe ein bisschen traurig gemacht, als Diary einfach so aus dem Auto steigt und Johann wohl gewissermaßen hinter sich lässt. Trotzdem zeigt sich für mich deutlich, dass sich etwas in Diarys Denken geändert hat.
"Als ich kurz darauf die Haustür aufschloss und in die Wohnung trat, spürte ich zum ersten Mal, dass Zuhause kein Ort, sondern ein Gefühl ist." (Position 332)


 

Mittwoch, 29. Mai 2013

[Kurzrezension #4] Das Bilderrätsel von Alex Barclay

Kurzinformationen


Titel: Das Silberne Dreieck und Das Bilderrätsel
Autor: Edgar Wallace (nacherzählt von Alex Barclay)
Seiten: 120
Preis: (gebraucht) ab 2,90€
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
ISBN: 3-570-08351-9





Meine Meinung


Nachdem ich kurz davor war, in eine Leseflaute abzudriften, habe ich erst einmal zu einem etwas dünneren und leichteren Buch gegriffen, das ich im ersten Band der "Das Silberne Dreieck"-Reihe gefunden habe. Das Buch ist eine Art Jugendkrimi, den ich trotzdem auch als sehr spannend empfunden habe.
Hauptpersonen sind die drei Detektive des Silbernen Dreiecks Leon Gonsalez, Raymond Poiccart und George Manfred. Zudem auch der Scotland Yard-Inspektor Philander Dearborn. Alle vier lassen sich gut und gerne als typische englische Gentleman beschreiben. Die gesamte Atmosphäre des damaligen England findet sich im Buch wieder und da stört mich auch das viel verwendete "Well" nicht.
Trotz der eben schon erwähnten Tatsache, dass es sich um einen Jugendkrimi handelt, wird doch stetig Spannung aufgebaut. Was sich am Ende als des Rätsels Lösung herausstellt, war für mich am Anfang keineswegs absehbar. Auch die geringe Seitenzahl stört da nicht, da das Buch in meinen Augen alles nötige hat.

"Es scheint, als würde hier der König der Landstreicher beerdigt", sagte der Taxifahrer, als er die zerlumpten Gestalten sah, die dem Leichenwagen folgten.

Im Buch werden die großen Unterschiede in der damaligen Gesellschaft sichtbar. Da sind einerseits die Obdachlosen, die am Anfang stark verdächtigt werden und teuer dafür zu bezahlen haben, als "Tuberkel-Johnny" und eine weitere Frau brutal erstochen werden.
Andererseits ist da die Oberschicht, die durch Lewis Letherson, einem Vertrauten des Verstorbenen, repräsentiert wird. Das Silberne Dreieck lässt sich allerdings, anders als der Inspektor, nicht von dieser Fassade blenden und kann das Rätsel am Ende lösen.
Zumindest da ist es wirklich ein reiner Jugendkrimi, da zum Ende hin wirklich keine Fragen mehr offen bleiben. Mich stört das aber keineswegs!
So gebe ich dem Buch also volle 5 Herzen, da es in diesem Genre und für die Seitenzahl und alle anderen Faktoren wirklich ein sehr gutes Buch ist, dass mich, zwar nur kurzfristig, unterhalten konnte.






Es grüßt,
die Karokoenigin.

Mittwoch, 24. April 2013

[Kurzrezension #3] Shakespeare Undead von Lori Handeland

Kurzinformation


Titel: Shakespeare Undead: Der Untoten Zähmung
Autor: Lori Handeland
Seiten: 320
Preis: 9,99€
Verlag: LYX Egmont
ISBN: 978-3802584985






Meine Meinung 

 

Kennt ihr das, wenn ihr Bücher eigentlich gut fandet, aber dann wiederum nicht so gut, dass man irgendetwas dazu zu sagen wüsste? Genauso geht es mir mit Shakespeare Undead. Von der Geschichte her war es eigentlich ganz originell, wie ich finde. Auch die Einbindung einer geschichtlich wirklich existierenden Person hat mir gut gefallen und ich habe William Shakespeare auch als eine sehr stimmige Person empfunden. 
Shakespeare ist ein Vampir, der wohl ein bisschen aus der Art geschlagen ist. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zombies zu töten und trifft dabei auf die Jägerin Katherine Dymond, die er von da an gerne beschützen würde. Aber die ist so eigensinnig und lässt sich weder von Shakespeare, noch von ihrem Mann oder dessen früherer Amme von ihren nächtlichen Ausflügen abhalten.

Da die Person Shakespeare ja eben auch im Roman die Eigenschaft hat, Gedichte und Theaterstücke zu verfassen, ist die Sprache doch oft sehr aufgesetzt und nicht sehr stimmig mit den "normalen" Dialogen. Aber irgendwie finde ich die Idee dann doch so interessant, dass ich es nicht schlecht fand, wenn Originaltexte eingebracht wurden.

Katherine Dymond scheint mir nicht ganz realistisch dargestellt zu sein, für die Zeit in der sie lebt, aber das bringt bestimmt auch das Genre mit sich. Schließlich ist sie eine Art Jägerin und das muss sich ja auch in ihren Charakterzügen zeigen.
Wie ihr es vielleicht bemerkt, kann ich nicht wirklich viel zu dem Buch sagen und das liegt auch daran, dass ich es im Demezember letzten Jahres gelesen habe. Aber es liegt irgendwie auch daran, dass das Buch einem von vornherein nicht wirklich im Gedächtnis bleibt und das ist leider auch so ein Minuspunkt an diesem Buch.
Ich habe wirklich gerne zu diesem Buch gegriffen, weil es immer den Anschein hatte, als würde irgendetwas kommen, als würde sich etwas anbahnen, aber das ist dann doch ausgeblieben.
Somit kann ich dann leider auch nur 3 Herzen vergeben für einen guten Schreibstil, aber eine ausbaufähige Umsetzung.



Das waren auch erst einmal meine Kurzrezensionen. Aber vielleicht wird sich irgendwann nochmal ein Buch finden, wo eine kurze Meinungsäußerung auch ausreicht.
Bis dahin
Karokoenigin.

Mittwoch, 3. April 2013

[Kurzrezension #2] Steamed von Katie MacAllister

Kurzinformation


Titel: Steamed: 30° West - 100° Liebe
Autor: Katie MacAllister
Seiten: 336
Preis: 9,99€
Verlag: LYX
ISBN: 978-3802584305





Meine Meinung


Wie man schon am Titel merkt, ist der Roman dem Steampunk zuzuordnen. Da ich ziemlich neugierig auf diese Thematik war, hab ich mir das Buch aus der Bücherei mitgebracht und muss zugeben, dass dieses Buch wohl das schlechteste war, um in diese Thematik einzusteigen.
Das Cover fand ich sehr ansprechend. In Brauntöne gehalten und mit den Zahnrädern im Hintergrund entsprach es doch meinen Vorstellungen von Steampunk.
Und auch der Klappentext versprach eigentlich, dass es ganz interessant sein würde. Es geht um Jack Fletcher, der nach einem fehlgeschlagenen Experiment zusammen mit seiner Schwester Hallie in eine andere Welt gelangt. Und zwar in die "Steampunk-Welt" von Kapitänin Octaivia Pye, die zum ersten Mal alleine ein Luftschiff führt. Sie unternimmt ein paar halbherzige Versuche, ihre beiden blinden Passagiere - die natürlich zunächst für ein paar Spione gehalten wurden - loszuwerden, doch im Endeffekt gelangen sie alle gemeinsam nach Rom. Und genau da erfahren sie von einem geplanten Attentat, das es zu verhindern gilt. In diesem ganzen Tumult entdeckt auch die prüde Octavia Pye, dass sie sich zu Jack Fletcher hingezogen fühlt.

Und genau da liegt das Problem des Romans. An allen Ecken und Enden finden sich scheinbar sinnlose Schäferstündchen von Octavia und Jack. Sogar als sie in einem Geheimgang einen Ex-Liebhaber von Octavia beobachten, den sie dringend sprechen müssen, um das Attentat zu verhindern.
Des weiteren konnte ich mich auch nicht so recht mit Katie MacAllisters Humor anfreunden. Ich hatte mir eine Stelle im Buch markiert, aber die kann ich leider nicht mehr zeigen, weil ich das Buch ja schon wieder abgeben musste. Jedenfalls hat mir das Buch alles in allem gar nicht gefallen. Die eigentliche Handlung, also die, das Attentat zu verhindern, wird verdrängt durch diesen ekelhaften Humor und die ständigen sexuellen Andeutungen, die gemacht werden. Es geht darum, ob Octavia ihr Korsett über oder unter der Bluse trägt und das nicht nur einmal.
Das Buch bekommt also leider nur ein Herz von mir. Wer meine Rezensionen bisher verfolgt hat weiß, dass ich noch nie ein Buch so schlecht bewertet habe, aber ich habe auch schon lange kein so enttäuschendes Buch mehr gelesen.



Kann mir vielleicht jemand Tipps geben, für gute Bücher aus dem Steampunk-Bereich? Ich weiß, dass es viele gibt, aber gelesen hab ich bisher noch kein anderes. Ich würde mich sehr über Vorschläge freuen!
Karokoenigin.

Freitag, 29. März 2013

[Kurzrezension #1] Der Venuspakt von Jeanine Krock

Kurzinformationen


Titel: Der Venuspakt
Autor: Jeanine Krock
Seiten: 336
Preis: 8,95€
Verlag: LYX
ISBN: 978-3802582295

 

 

 

 

Meine Meinung

 

Der Grund für meine neue Rezensionskategorie ist ganz klar der, dass ich ein paar Bücher habe - beziehungsweise nicht mehr habe - die ich im Dezember gelesen, aber immer noch nicht rezensiert habe. Aber über die Zeit ist natürlich ganz viel verloren gegangen und deshalb tarne ich das ganze jetzt mal als Kurzrezension. Es handelt sich da übrigens um 3 Bücher - bisher. Mit dem ersten will ich gleich mal anfangen.

Das Buch ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe, soweit ich das sehen kann. Grob gesagt handelt es von Nuriya, einem Feenkind, die aber bis vor kurzem noch gar nichts von ihrem Feen-Dasein wusste. Außerdem spielt auch der Vampir und "Krieger der Dunkelheit" Kieran eine tragende Rolle. Der ganze Roman beschreibt eine Jagd um Nuriya, die auserwählt sein soll, den seit Ewigkeiten existierenden "Venuspakt" zu erneuern.

Meine Meinung zu dem Buch ist eigentlich eine sehr positive. Ich hatte Spaß das Buch zu lesen und auch die Handlung hat mich angesprochen. Nuriya war ein erfrischend anderer Charakter, gar nicht so perfekt und begeistert von dieser neuen Seite, wie man es vielleicht erwarten würde. Sie wehrt sich gegen die mystische Seite und außerdem auch gegen ihre Gefühle für Kieran, der sich scheinbar zu ihrem Beschützer auserkoren hat.
In der Mitte des Buches fand ich es dann aber stellenweise ein bisschen langsam. Alles arbeitete auf das "große Finale" hin, das ich dann zwar auch sehr gut fand, doch ich hätte mir doch mehr Spannung auch im Mittelteil gewünscht.
Allerdings hat es mir sehr gut gefallen, wie sehr sich Kieran überwindet und im Verlauf der Handlung ändert, nur um Nuriya zu retten oder zu schützen. Ich möchte da auch nicht allzu viel vorausnehmen, aber mir ist eine Szene in Erinnerung geblieben, in der er die Hilfe einer Person annimmt, die er eigentlich nicht sehr schätzt.
Die Liebesgeschichte hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und im großen und ganzen war ich auch mit dem gesamten Buch zufrieden, sodass ich mir bald auch den zweiten Teil, "Sternseherin" besorgen werde. Soweit ich es verstanden habe, behandelt dieser aber zwei andere Charaktere und nicht mehr Nuriya und Kieran. Vielleicht ein bisschen wie die Black Dagger Reihe.

Das Buch bekommt von mir 4 Herzen, da die Spannung ja im Mittelteil nicht so sehr gehalten wurde, wie ich mir das gewünscht hätte.




Übrigens ist mir aufgefallen, dass in letzter Zeit ein paar neue Leser hinzugekommen sind. Das freut mich unheimlich und ich möchte euch gerne willkommen heißen ^_^
Schönes Osterwochenende!
Karokoenigin.