Sonntag, 31. März 2013

Lesenacht #1

Hallo und frohe Ostern euch allen ^_^

Passend zum Feiertagsfeeling gibt es auf Meine Bücherkiste eine Lesenacht!

Der Startschuss fällt um 20 Uhr und zu jeder vollen Stunde gibt es eine Frage zu dem aktuell gelesenen Buch. 
Ich werde gerne teilnehmen, um meine Lesestatistik aufzubessern und meinen Bücherstapel aus der Bücherei ein wenig zu minimieren. Ich werde entweder "Neue Vahr Süd" zu Ende lesen oder mit Evermore Band 1 beginnen.

Meine Updates gibt es immer unter diesem Post, ebenfalls zu jeder vollen Stunde oder wie ich es gerade schaffe.
Vielleicht hat ja noch jemand Lust bekommen? HIER findet ihr den entsprechenden Post. 


1. Update - 20 Uhr


1. Frage: Welches Buch/Welche Bücher werden euch durch den Abend begleiten?

Mit ein paar Minuten Verspätung geht es auch bei mir los. Ich hab mir Tee gekocht und beginne jetzt auf Seite 37 von Evermore - Die Unsterblichen. Viel kann ich dazu noch nicht sagen, aber es reizt mich, sofort weiterzulesen. Also will ich auch gar nicht allzu lange warten!
Allen die mitmachen wünsche ich ganz viel Spaß ^_^


2. Update - 21 Uhr

 

2. Frage: Wie ist eure Lesesituation gerade?

Ich lese im Bett, muss aber immer mal wieder zum Schreibtisch rennen, um hier auch meinen Post zu aktualisieren und dergleichen. Zum Lesen gibt's natürlich Tee.
Gelesen hab ich bis jetzt nur 30 Seiten, hoffe aber auch mehr in der nächsten Stunde. Man liest sich!


3. Update - 22 Uhr

 

3. Frage: Wohin habt ihr eure Hauptfigur begleitet...In welchem Land, welcher Stadt befindet ihr euch grade?

Ich bin gerade in Orange County, irgendwo in der Nähe von Los Angeles. Wenn es näher benannt wird, habe ich das wohl überlesen. Aber Südkalifornien! Da wäre ich jetzt wirklich gerne .. 
In der letzten Stunde habe ich 43 Seiten gelesen, bin jetzt also auf Seite 110 und noch gar nicht müde. Bis später!

4. Update - 23 Uhr

 

4. Frage: Wenn du etwas an der Geschichte, die gerade passiert, ändern könntest, was wäre es?

Das ist in der Tat schwierig zu beantworten, da mir die Handlung eigentlich so gut gefällt und ich das Buch bisher wirklich sehr spannend finde. Aber vielleicht würde ich Ever insoweit ändern, dass sie nicht immer so misstrauisch und verschlossen Damen gegenüber wäre. Und im Ernst - ich würde diesen Namen ändern. Bei Damen verles' ich mich andauernd!
Gelesen hab ich jetzt noch 40 Seiten, bin also auf Seite 150 und das wird vermutlich mein letztes Update für heute Abend sein. Allen anderen wünsche ich weiterhin noch ganz viel Spaß!    


Es grüßt
Karokoenigin.

Freitag, 29. März 2013

[Kurzrezension #1] Der Venuspakt von Jeanine Krock

Kurzinformationen


Titel: Der Venuspakt
Autor: Jeanine Krock
Seiten: 336
Preis: 8,95€
Verlag: LYX
ISBN: 978-3802582295

 

 

 

 

Meine Meinung

 

Der Grund für meine neue Rezensionskategorie ist ganz klar der, dass ich ein paar Bücher habe - beziehungsweise nicht mehr habe - die ich im Dezember gelesen, aber immer noch nicht rezensiert habe. Aber über die Zeit ist natürlich ganz viel verloren gegangen und deshalb tarne ich das ganze jetzt mal als Kurzrezension. Es handelt sich da übrigens um 3 Bücher - bisher. Mit dem ersten will ich gleich mal anfangen.

Das Buch ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe, soweit ich das sehen kann. Grob gesagt handelt es von Nuriya, einem Feenkind, die aber bis vor kurzem noch gar nichts von ihrem Feen-Dasein wusste. Außerdem spielt auch der Vampir und "Krieger der Dunkelheit" Kieran eine tragende Rolle. Der ganze Roman beschreibt eine Jagd um Nuriya, die auserwählt sein soll, den seit Ewigkeiten existierenden "Venuspakt" zu erneuern.

Meine Meinung zu dem Buch ist eigentlich eine sehr positive. Ich hatte Spaß das Buch zu lesen und auch die Handlung hat mich angesprochen. Nuriya war ein erfrischend anderer Charakter, gar nicht so perfekt und begeistert von dieser neuen Seite, wie man es vielleicht erwarten würde. Sie wehrt sich gegen die mystische Seite und außerdem auch gegen ihre Gefühle für Kieran, der sich scheinbar zu ihrem Beschützer auserkoren hat.
In der Mitte des Buches fand ich es dann aber stellenweise ein bisschen langsam. Alles arbeitete auf das "große Finale" hin, das ich dann zwar auch sehr gut fand, doch ich hätte mir doch mehr Spannung auch im Mittelteil gewünscht.
Allerdings hat es mir sehr gut gefallen, wie sehr sich Kieran überwindet und im Verlauf der Handlung ändert, nur um Nuriya zu retten oder zu schützen. Ich möchte da auch nicht allzu viel vorausnehmen, aber mir ist eine Szene in Erinnerung geblieben, in der er die Hilfe einer Person annimmt, die er eigentlich nicht sehr schätzt.
Die Liebesgeschichte hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und im großen und ganzen war ich auch mit dem gesamten Buch zufrieden, sodass ich mir bald auch den zweiten Teil, "Sternseherin" besorgen werde. Soweit ich es verstanden habe, behandelt dieser aber zwei andere Charaktere und nicht mehr Nuriya und Kieran. Vielleicht ein bisschen wie die Black Dagger Reihe.

Das Buch bekommt von mir 4 Herzen, da die Spannung ja im Mittelteil nicht so sehr gehalten wurde, wie ich mir das gewünscht hätte.




Übrigens ist mir aufgefallen, dass in letzter Zeit ein paar neue Leser hinzugekommen sind. Das freut mich unheimlich und ich möchte euch gerne willkommen heißen ^_^
Schönes Osterwochenende!
Karokoenigin.

Sonntag, 24. März 2013

[Buch #1] Herr Lehmann von Sven Regener

 Kurzinformation

 
Titel: Herr Lehmann
Autor: Sven Regener
Seiten: 298
Preis: 19,99€
Verlag: Eichborn Verlag
ISBN: 978-3821807058
 

Klappentext

Der Wahlkreuzberger Lehmann ist noch keine dreißig, und er liebt sein ereignisloses Leben. Jahrelange Ausweichmanöver und heroische Trägheit haben ihn bisher erfolgreich vor den Ansprüchen seiner Umwelt verschont, bis das Jahr 1989 beginnt. Das Jahr der Wiedervereinigung stellt Herrn Lehmann auf eine harte Probe ... (Amazon)

Erster Satz

"Der Nachthimmel, der ganz frei von Wolken war, wies in der Ferne, über Ostberlin, schon einen hellen Schimmer auf, als Frank Lehmann, den sie neuerdings nur noch Herr Lehmann nannten, weil sich herumgesprochen hatte, dass er bald dreißig Jahre alt werden würde, quer über den Lausitzer Platz nach Hause ging."
  

Meine Meinung


Ich muss zugeben, dass ich ziemlich skeptisch war, ob ich dieses Buch überhaupt lesen wollte. Einerseits reizte es mich, aufgrund der Thematik schon sehr, aber dann war da der Autor, Sven Regener. Ein komischer Mensch, wenn man das so behaupten kann. Aber doch ein guter - und das mag untertrieben sein - Autor!
Der Protagonist, Frank Lehmann, stolpert nur so durch sein Leben, von einer ungewollten Situation in die nächste. Von einem Hund, der ihm im ersten Kapitel den Weg nach Hause versperrt und den er erst mit einer gestohlenen Flasche Whiskey - und vor allem dessen Inhalt - zu besänftigen weiß, über eine Diskussion mit der neuen Köchin Katrin über Schweinebraten und wann man diesen denn essen darf und wann nicht in der "Markthalle" am nächsten Morgen.

Dieser Roman ist sicher nicht etwas für Jedermann, aber mich konnte er gut unhalten. Alleine die ungewollte Komik ist es schon wert, einfach weiterzulesen, wie ich finde. Auch wenn das alles manchmal schnell in Tragik abdriftet, als zum Beispiel Herr Lehmanns bester Freund Karl zunehmend verrückt wird und sich niemand so recht um ihn sorgen möchte, außer eben Herr Lehmann selbst. Ich glaube, dass das ganze gut die Atmosphäre im Westberlin 1989, kurz vor dem Mauerfall beschreibt. 
Trotzdem legt Regener Wert darauf, dass das ganze nicht als "Wenderoman" oder "Berlinroman" abgestempelt wird, denn das ist es auch wirklich nicht. Dafür steht die Figur Frank Lehmann viel zu sehr im Vordergrund, denn das ganze ist auch aus dessen Sicht geschrieben und diesen scheint es nicht groß zu kümmern, was denn in Berlin eigentlich passiert. Er lebt in einem Mikrokosmos, die aus seiner Wohnung und der Kneipe in der er arbeitet, dem Einfall, zu bestehen scheint.
Abgesehen von Frank Lehmann erfährt man nicht wirklich viel über die verschiedenen Charaktere, aber auch das finde ich eigentlich gut gelöst, da es ebenfalls in das damalige Lebensgefühl hineinpasst. Jeder kümmert sich im Grunde nur um sich. Frank Lehmann ist da vielleicht eine Ausnahme, doch so wirklich merken tut das niemand. Sowieso scheinen ihn seine Freunde im Grunde zu ignorieren, treiben ihn nur dauernd zu irgendwelchen Dingen an, die er eigentlich gar nicht machen möchte. Zum Beispiel geht er, auf den Wunsch von Katrin hin, ins Prinzenbad, obwohl er davor schon seit 9 Jahren nicht mehr schwimmen war.
Das Buch endet in der Nacht, in der die Mauer fällt, dem 9. November 1989, was gleichzeitig auch Lehmanns dreißigster Geburtstag ist. Für ihn scheint es aber nur eine Nacht wie alle anderen Nächte davor auch zu sein, die er in einer Kneipe verbringt. 

Der Schreibstil ist stellenweise wirklich schwierig. Das erkennt man auch schon am ersten Satz. Die verschachtelten Sätze bleiben und auch die Thematik an sich ist manchmal nicht einfach nachzuvollziehen. Da philosophiert Lehmann gemeinsam mit Katrin über den Unterschied zwischen "lieben" und "verliebt sein", zum Beispiel. Der ganze Roman trägt sich zum Großteil alleine in den Gedanken von Frank Lehmann aus und so ist "dachte er" wohl eine der häufigsten Phrasen. Trotz all dieser Schwierigkeiten kam ich allerdings relativ flüssig durch das Buch.

Eine meiner Lieblingspassagen aus dem Buch möchte ich dabei nicht vorenthalten. Mir gefallen die teilweise wirren Gedankengänge gut, da sie auch den Leser zum Nachdenken anregen. Ist nebenbei auch eine dieser, im Verlauf des Buches ganz typisch werdenden Diskussionen zwischen der Köchin Katrin, mit der er auch kurzfristig eine Beziehung führt, und Herrn Lehmann.

"Moment mal", sagte Herr Lehmann. "Was soll das heißen, Lebensinhalt? Lebensinhalt ist doch ein total schwachsinniger Begriff. Was willst du damit sagen, Lebensinhalt? Was ist der Inhalt eines Lebens? Ist das Leben ein Glas oder eine Flasche oder ein Eimer, irgendein Behälter, in den man was hineinfüllt, etwas hineinfüllen muss sogar, denn irgendwie scheint sich ja die ganze Welt einig zu sein, dass man so etwas wie einen Lebensinhalt unbedingt braucht. Ist das Leben so? Nur ein Behältnis für was anderes? Ein Fass vielleicht? Oder eine Kotztüte?" (S. 58)

Die Handlung, die diesem Roman vorhergegangen wird, wird von Regener in zwei weiteren Büchern behandelt. Einmal ist das "Neue Vahr Süd", die seine Zeit in Bremen und bei der Bundeswehr behandelt und danach "Der kleine Bruder", der quasi die Geschehnisse unmittelbar vor "Herr Lehmann" beschreibt.
Das Buch bekommt von mir volle Punktzahl, da ich auch einfach viel weniger erwartet hatte, als es dann im Endeffekt geboten hat. Klare Leseempfehlung meinerseits!


 


Vielen Dank für's Lesen!
Lasst doch mal 'nen Kommentar da, falls ihr das Buch auch gelesen habt, es lesen wollt, oder wie auch immer.
Karokoenigin.